image image imageimage

Mit einfachsten Mitteln lässt Alexandra vom Endt im 1.5 Kubikmeter grossen Schaukasten ein Farbenmeer entstehen. Die abstrakt gehaltenen Folienausschnitte erinnern mit ihren vegetabilen Motiven an Eisblumen. Wie ihre eisigen Kristallpendants erstrecken sich die Lichtpunkte über die gesamte Glasfront. Umhüllt von schwarzen und weissen CD-Papierhüllen und zu einem Teppich verwoben, lassen sie das Fenster von weitem zu einem Leuchtkasten werden.

Tritt man näher heran, wird klar, dass mit Eisblumen eine Fokussierung einher geht, ein Einzoomen auf kleinste Elemente und Details. Visuelle Formationen und Oberflächenstrukturen geraten in den Blickwinkel. Wie Man Ray mit seiner Staublandschaft Elevage de Poussière (1920) eröffnet uns die Künstlerin dadurch eine neue Betrachtungsebene. Der Blick durchs Mikroskop wird aber stets wieder zurück in ein neues Ganzes überführt, so dass wir uns nicht in der Makroebene verlieren, sondern frei unseren Betrachterstandpunkt wählen können. Die Idee des „Recyclings“, welche schon in Absatz-Spitze (2011) erprobt wurde, findet hier ihre Fortsetzung, stammen die Inkjetfolien doch aus älteren Werken wie Im Rahmen bleiben (2008) oder Heute (2006). Bekanntes wird umgeformt und neu erfahrbar gemacht.

110 CD-Hüllen mit Inkjetfolienprints,

Text alternatif

>>

1 von 7

<<