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In der abschliessenden künstlerischen Intervention für den temporären Projektraum utengasse sechzig schafft Alexandra vom Endt mit Last eine Setzung, welche situativ und ortsspezifisch auf Vergangenes und Zukünftiges referenziert.

Durch das Anbringen eines schwarzen Lochfolienbandes, kreisrunder Fotodrucke und Dispersionsfarbe auf die symmetrisch zur Eingangstür angeordneten Schaufenster wird die weiterhin unangetastet bleibende Membran zwischen Aussen und Innen hervorgehoben. Bald wird der Innenraum zur Baustelle und dessen Transformation in eine Wohnküche kann durch die ausgestanzten Löcher von Aussen beobachtet werden: Der fortlaufende Text „utengasse sechzig lasts“ gewährt den Schaulustigen Einblick. Gleichzeitig lassen die in die kleineren Führungslöcher eingelassenen Fotografien ein Band von Erinnerungsbildern vorbei fliessen. Diese zeigen Ausstellungsansichten, welche von den Kunstschaffenden von utengasse sechzig zur Verfügung gestellt wurden und aus denen Alexandra vom Endt präzise Ausschnitte gewählt hat.

Mit Last wird utengasse sechzig somit gleichsam zu einem Leuchtkasten, einer Laterne, zum geheimnisvollen Guckkasten, zur Filmrolle, zum Kommunikationsmedium, zum Sinnbild dahin fliessender Erinnerungsbilder und sogar zum Schwanengesang einer analogen Datenübertragung. Last nimmt auf geschickte und unprätentiöse Weise viele der Anliegen des Projektraumes auf, hebt diesen als künstlerischen Baustellenzaun nochmals ästhetisch hervor und sendet dessen letzte, hoffnungsvolle Botschaft in den Äther.

Françoise Theis, Kuratorin, 2015




utengassesechzig.blogspot.ch

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